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Veranstalter und Vermittler von Glücksspielen

 

Gemäß § 1 Abs. 8 GwG ist Glückspiel „[…] jedes Spiel, bei dem ein Spieler für den Erwerb einer Gewinnchance ein Entgelt entrichtet und der Eintritt von Gewinn oder Verlust ganz oder überwiegend vom Zufall abhängt.“ Die Verpflichtung ergibt sich aus § 2 Abs. 1 Nr. 15 GwG.

Als Veranstalter und Vermittler von Glücksspielen sind Sie Verpflichteter im Sinne des Geldwäschegesetzes, „[…] soweit es sich nicht um Lotterien handelt, die außerhalb des Internets angeboten und vertrieben werden und die über eine staatliche Konzession verfügen.“ (§ 10 Abs. 5 GwG)

Zu Ihren allgemeinen Sorgfaltspflichten im Hinblick auf die Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung zählen:

  • Ihren Vertragspartner identifizieren

  • Den Hintergrund der Geschäftsbeziehung abklären

  • Den wirtschaftlich Berechtigten ermitteln

  • Die Geschäftsbeziehung kontinuierlich überwachen und im Hinblick auf Ihr Risikomanagement ggf. neu klassifizieren

  • Sämtliche Informationen und Angaben, die Sie in diesem Zusammenhang sammeln, archivieren, um ggf. gegenüber Aufsichtsbehörden jederzeit und allumfassend Auskunft über Ihre erfüllten Sorgfaltspflichten erteilen zu können.

„Verpflichtete nach § 2 Absatz 1 Nummer 15 haben die allgemeinen Sorgfaltspflichten bei Gewinnen oder Einsätzen eines Spielers in Höhe von 2 000 Euro oder mehr zu erfüllen. Der Identifizierungspflicht kann auch dadurch nachgekommen werden, dass der Spieler bereits beim Betreten der Spielbank oder der sonstigen örtlichen Glücksspielstätte identifiziert wird, wenn vom Verpflichteten zusätzlich sichergestellt wird, dass Transaktionen im Wert von 2 000 Euro oder mehr einschließlich des Kaufs oder Rücktauschs von Spielmarken dem jeweiligen Spieler zugeordnet werden können.“ (§ 10 Abs. 5 GwG)

Für das Glücksspiel im Internet gibt es besondere Vorschriften, die Sie in § 16 GwG finden.