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Finanz- und Versicherungsdienstleister

 

Hierzu zählen (gemäß § 2 Abs. 1-9 GwG):

  • Kreditinstitute

  • Finanzdienstleistungsinstitute

  • Zahlungsinstitute und E-Geld-Institute

  • Agenten und E-Geld-Agenten

  • Selbstständige Gewerbetreibende, die im Namen eines Zahlungsdienstleisters Zahlungsdienste ausführen oder E-Geld eines Kreditinstituts vertreiben oder rücktauschen

  • Finanzunternehmen

  • Versicherungsunternehmen

  • Versicherungsvermittler

  • Kapitalverwaltungsgesellschaften

Zu den betriebsinternen Maßnahmen, zu denen diese Verpflichteten nach dem bestehenden Geldwäschegesetz bereits seit Längerem verpflichtet sind, gehören:

  • Einrichtung eines wirksamen Risikomanagements, d.h. Implementierung entsprechender Prüfprozesse und standardisierter gruppenweiter Workflows

  • Befähigung Ihrer Mitarbeiter zur Erkennung und Vermeidung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung

  • Kontinuierliche Überprüfung der Zuverlässigkeit Ihrer Mitarbeiter im Hinblick auf Kenntnis und Einhaltung der eingerichteten Sicherungsmaßnahmen

  • Bestellung eines Geldwäschebeauftragten

Zu den kundenbezogenen Sorgfaltspflichten sowohl vor Entstehung einer neuen Geschäftsbeziehung als auch im weiteren Verlauf dieser Geschäftsbeziehung zählen:

  • Identifizierung des Vertragspartners

  • Ermittlung des wirtschaftlich Berechtigten

  • Identifizierung des Hintergrunds der Geschäftsbeziehung

  • Kontinuierliche Überwachung der Geschäftsbeziehung, d.h. Verifizierung und ggf. Anpassung der Risikoeinstufung im Hinblick auf Ihren Kunden sowie ggf. Anwendung der getroffenen Vorkehrungsmaßnahmen.

  • Revisionssichere Vorhaltung sämtlicher Informationen und Maßnahmen, die in diesem Zusammenhang eingeholt bzw. getroffen wurden, um gegenüber Aufsichtsbehörden jederzeit und allumfassend Auskunft über die Erfüllung der Sorgfaltspflichten erteilen zu können. (Die zuständige Aufsichtsbehörde ist in § 50 GwG geregelt.)

Der Bundesanzeiger Verlag unterstützt Sie bei Ihren KYC-Prüfprozessen mit seinen speziell auf Ihre Bedürfnisse ausgerichteten KYC-Lösungen.

Im Rahmen der Onboarding Customer Due Diligence unterstützen wir Sie bei der Firmen- und Funktionsträgeridentifikation durch Zugriff auf: strukturierte Jahresabschlüsse, Gesellschafter- und Konzernstrukturen, Registerinformationen, Insolvenzen sowie Sanktions- und PEP-Listen. So können Sie schon während des Onboarding Prozesses überprüfen, ob Ihr Kunde u.a. valide Angaben zu seinem Unternehmen – insbesondere dem dahinterstehenden wirtschaftlich Berechtigten und den Vertretungsberechtigten der Gesellschaft – macht und ob ggf. verstärkte Sorgfaltspflichten zu berücksichtigen sind.

Bei der Ongoing Customer Due Diligence wiederum unterstützen wir Sie, indem wir für Sie alle relevanten Informationen monitoren – wie beispielsweise den Wechsel des/der wirtschaftlich Berechtigten oder auch die Sitzverlegung in ein anderes Land. So sind Sie jederzeit in der Lage, die Risikoeinstufung im Hinblick auf Ihren Kunden zu verifizieren und gegebenenfalls anzupassen, sowie Ihre Vorkehrungsmaßnahmen entsprechend anzuwenden.

Weiterführende Informationen:

http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/leistungen/abteilung03/34/geldwaeschepraevention/merkblatt_unternehmen_pflichten.pdf